Anklage wegen Verdachts des Totschlags in der Silvesternacht in Ahlen

(Nachtrag zur Pressemitteilung vom 01.01.2017)

Die Staatsanwaltschaft Münster hat gegen den 52-jährigen Ehemann der getöteten Frau Anklage wegen Totschlags erhoben. Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, kurz nach Mitternacht seine Ehefrau nach einem vorausgegangenen verbalen Beziehungsstreit erwürgt zu haben.

Der angeklagten Tat war eine vorübergehende Trennung der Eheleute im Frühjahr 2016 vorausgegangen. Diese Trennung hatten der Angeschuldigte und seine Ehefrau schon ein halbes Jahr später wieder beendet und für das Jahr 2017 einen Neuanfang geplant. Der Angeschuldigte lebte bereits überwiegend in die Wohnung der Getöteten.

Nach den durchgeführten Ermittlungen soll die Ehefrau gegen Ende des Streits in der Tatnacht vermutlich aus Eifersucht wegen einer lockeren Bekanntschaft des Angeschuldigten zu einer anderen Frau erklärt haben, den Neustart der Ehe nicht mehr zu wollen.

Der Angeschuldigte, der nach der angeklagten Tat selbst die Polizei gerufen hatte, hat im Ermittlungsverfahren die Tötung seiner Ehefrau eingeräumt. Er hat allerdings auch angegeben, nicht damit gerechnet zu haben, dass seine Frau sterben könnte.

Das Landgericht Münster hat über die Zulassung der Anklageschrift zu entscheiden.

 

Botzenhardt

Oberstaatsanwalt