Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und des Polizeipräsidiums Münster

Spezialisten des Kommissariats für Wirtschaftskriminalität führten aufgrund von Hinweisen Ermittlungen gegen einen 32jährigen ehemaligen Münsteraner durch, der mittlerweile in Lettland lebt. Er steht im Verdacht, gemeinsam mit weiteren Mittätern wiederholt Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt und hier gewinnbringend verkauft zu haben. Der Mann reiste dazu aus Lettland nach Münster und fuhr gemeinsam mit zwei Mittätern weiter in die Niederlande, um dort das Rauschgift zu besorgen.

Am Samstag (11.02.2017) nahmen Polizisten den Hauptverdächtigen bei der Einreise aus den Niederlanden im Bereich Alstätte vorläufig fest. In seiner Begleitung waren ein 29jähriger Münsteraner und ein 37jähriger Steinfurter, die ebenfalls festgenommen wurden. Bei der Durchsuchung des PKW fanden die Beamten 23 kg Marihuana. Sie beschlagnahmten das Rauschgift mit einem Marktwert von über 100.000 €.

In einem vom Haupttäter genutzten Kleingarten fanden die Ermittler rund 150.000 €, die in Erddepots versteckt waren. Das vermutlich aus Drogengeschäften stammende Geld beschlagnahmten die Beamten ebenfalls. Für die Ermittler ist der 37jährige Hauptverdächtige kein Unbekannter, er war bereits 2013 wegen illegalen Handels von Cannabis verurteilt worden..

Die Staatsanwaltschaft Münster beantragte gegen die drei Tatverdächtigen beim Amtsgericht Münster einen Haftbefehl wegen bandenmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen. Das Gericht folgte dem Antrag, alle Festgenommenen sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an und erstrecken sich insbesondere gegen die Abnehmer der illegal eingeführten Drogen.

 

Botzenhardt

Oberstaatsanwalt